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StudiSkiFahrt 2007

Misslungene Eierseelsorge, sich selber in die Pfanne hauen und anschließend sterben – ein Reisebericht, der vorgibt, anders zu sein... (FLOSKELKASSE!)

 

 

Nun war es das achte Jahr der StudentenSkiFahrt und insgesamt die neunte Woche in der es für jüngere Mitglieder des Skisportvereins Ostseeküste e.V. hieß: „Rein in den Bus in Deutschland und raus aus dem Bus und rauf auf den schneebedeckten Berg“.
Es machten sich nun auch dieses Jahr 2007 Mitte März an einem Freitagabend über 40 Schneefans auf ihre noch unverschwitzten Socken. Überaus und erstaunlicherweise pünktlich sollte diesmal der Bus gen Süden starten.

Bevor dieser Text von Ihnen, verehrter Leser, komplett durchgelesen sein und er somit dann erst der Öffentlich- und dann der Lächerlichkeit preisgegeben wird, hier eine Anmerkung zwischendurch: „Der Text soll weniger chronologisch die Ereignisse der StudentenSkiFahrt widerspiegeln, viel mehr soll er Zeugnis kleinerer Anekdoten, Zoten und sonstigen Missgeschicken werden, die einerseits auf den Bildern nicht eingefangen werden konnten und andererseits das bloß visuell Wahrgenommene mit Inhalt zu erfüllen. Demnach sind auch SIE gefragt, Ergänzungen, Bemerkungen und Wünsche nach Streichungen ;-) bezüglich diesen Texts an den Autor zu richten, auf das dieser Bericht weitere Mütter und Väter bekommt, wächst und gedeiht.“

Wie gesagt, der Bus fuhr für studentische Verhältnisse pünktlich ab und so erreichten die Schneehungrigen am späten Vormittag des Folgetags das Schneemekka Verbier bzw. Bruson, wo die ahnsehnliche Hütte samt integriertem Sessellift stand.
 

 

 

 

  So konnten bereits am Samstag Nachmittag die Bretter, die diese Woche wohl die Welt bedeuteten, ausgepackt, angeschnallt und auf ihnen stehend der Six Blanc des „Quatre Vallee“-Gebiets und dessen Schneeverhältnisse ausgekundschaftet werden. Schon da war klar: „Neuschnee muss her“.

 





Den Gefallen tat uns Petrus dann auch ab Montag: Nachdem es bei ihm wohl weniger warm wurde, konnte er getrost wie der was fallen lassen - In diesem Fall Schnee und das die ganzen Tage von Montag bis Freitag. Bis dann am Samstag der eine oder andere Schlechtsicht-Geplagte (manchen ist das ja egal – solange keine Luft unterm Ski ist) wieder die Sonne über den Wolken genießen konnte.

Das Wichtigste: Niemand der Teilis musste den Rückweg mit einem Krankentransport zurücklegen. Leider gab es dennoch zwei „Angeknackste“. Beide sind Snowboarder... Muss man das noch kommentieren ;-)?

Vorfälle der besonderen Art auf der Piste - Manchmal reicht einem nicht mehr die normale, schlichte Snowboardbindung. Da muss was gemacht werden alla „pimp my board“:
Zwei Kandidaten ließen sich dazu hinreißen, in Minirock bzw. Boxershorts den Mont Fort runterzuschießen.


Ob das auf den Schlafmangel während der Woche zurückzuführen ist? Zumindest gab es davon viel:
 Im Pub Mont Fort (DER aprés ski pub, wegen der „happy hour“ und garantiert ohne Anton aus Tirol mit den 10 nackten Frisösen auf dem Männerpissoir) machte Hansi Ostermann die Runde oder Bänke wurden zu Tanzflächen.











 Und wer kann schon gegen zwei feuerwehrrote und gut gelaunte NRW’ler anstinken? Sehr subtil.







Nur das deutsche Fernsehen fehlte. Damit die Entzugserscheinungen nicht allzu stark wurden, nahm an zwei Abenden die Fahrtenleitung das so oft gepriesene „Mitmach-Fernsehen“ als Vorwurf, ohne das man ihnen einen solchen machen konnte, oder? Der „Wetten dass..?“-Abend war mit wirklich guten Wetten vollgepackt:
„3 grölende Fahrtenleiter abschleppen“ – auf Zeit und mit nur einem Auto;


„Tandem-Snowboarding“ ohne hinzufallen;

„Sixpack-Rutschen“ auf einem Snowboard;

„Weinverkostung“, da wo sie passiert unter dem Thema voller Missverständnisse;


„Baumstammrutschen“ in Zeitlupe;

„Ski-Zauber auf gehenden Händen“

und die „Wer-bin-ich-Schneemann“-Wette.

 Pikantes Detail: Die Fahrtenleiter waren die einzigen, die ihre Wette nicht schafften und ihren Wetteinsatz am kommenden Tag einlösten: das Singen des allseits bekannten aber nicht weniger beliebten Kanons: „Frère Jacques“ auf der Mittagshütte. Und das sogar, Ohren gespitzt bitteschön!, DREIstimmig (hört, hört). Über den qualitativen Wert dieser halbwegs künstlerischen und durch spastische bis graziös anmutenden Tanzbewegungen durchsetzten Darbietung will sich der Autor nicht äußern.






 Der andere abendfüllende Showact wurde unserer Heidi Klum im Ex’Seal’ gewidmet. Es wurde aufgerufen unter der Schirmherrschaft der letzjährigen Gewinnerin Peggy, die jetzt überdurchschnittlich erfolgreich im Werbebusiness für Fliegenfänger arbeitet und Schleckerfilialen in gaaanz Berlin (!!!) eröffnent, Germany’s next SKI Topmodel 2007 zu wählen. Unter einer angeblich fachkundigen Jury (Heidi ist doch noch extra angereist) und dem weißen Bruder des Masters of „DRUUAAMA“, Mitchell Darnell, gelang es 3 der insgesamt 10 angetretenen Schneeflöckchen unter hartem Training, mehreren „competitions“ (und das auch ohne Tasche – Skandal!) und durch Einsatz all ihrer auf dem Dorf hart erlernten körperlichen und hier zur Formvollendung gebrachten Fähigkeiten (man beachte nur diese lasziven, aufforderden und an Sexappeal kaum zu übertreffenden Augenaufschläge der Macher dieser Show) sich ins Finale zu katapultieren und Eisprinzessinnen zu werden. Schlussendlich entschied dann das jubelnde, sich kaum zurückzuhaltende und letztlich tosende Publikum, wer Schneekönigin und somit den Titel „SKI Topmodel 2007“ nach Hause aufs Dorf tragen durfte. Es war, bitte hinsetzen und festhalten, Jacqueline - die tiefe Stimme, mit dem Hang und Drang zum gepflegten Understatement...*räusper räusper*










Auch erwies sich die Meute als ausgesprochen singfreudig, was in diversen Karaokesessions und, man kann schon sagen, -nächten unter Beweis gestellt wurde.




Weiterhin wurde, hier muss der Autor sagen: LEIDER, auch wieder mal bewiesen, dass Eier einfach nicht fürs Fallen aus 2 Metern Höhe gemacht sind. Auch wenn sich vorher intensiv und unter Anwendung diverser Heil- und Schutzma
ßnahmen in Form von Strohhalmen und Tesafilm um die sensiblen Schalengeschöpfe gekümmert wurde.






Um dann aus Solidaritätsgründen selbst diese K.O.-Erfahrung nachzuvollziehen, hauten sich die gescheiterten Pseudopfleger selbst in die handelsübliche Großküchenpfanne und versuchten, das große Berggefühl an den kleinen, hauseigenen Hügel zu tragen. Erfolgreich.

 Genauso auch wie die richterliche Verhandlung gegen die diesjährige Serienmörderin, die erst am Abreisetag überführt und zum zeitlich unbeschränkten Verzehr einer Salami verurteilt wurde, da sie dutzende Teilnehmer der Fahrt auf heimtückische Weise und ohne Vorwarnung einfach so durchs bloße Ziehen am linken Ohrläppchen am unbeschwerten und vogelfreien Dasein hinderte. Wenigstens wussten einige Sterbende den Tod noch öffentlichkeitswirksam zu vermarkten.

 

 

 

 

So endet dieser Bericht (wie auch die Fahrt) wie er begann - mit einer Floskel: Richtig schön war’s (Floskelkasse). Der Autor bedankt sich bei allen Mitfahrern und sagt, indem er teilweise zitiert: „ ‚Ihr seid ein toller Menschenschlag’ und ich hoffe auf ein Wiedersehen“.

Rolf

P.S.: Wie viel Euro sind nun eigentlich in der Floskelkasse???

 


 

 
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